TIMO PARIS

Dark resplendence Series

 

Diese Serie entstand aus einem sehr intuitiven Moment heraus. Als ich das erste Mal Styropor geschnitten habe, war ich so fasziniert von den Formen, dass ich stundenlang experimentierte und kistenweise Schnitte produziert habe; ohne genau zu wissen, was schlussendlich daraus wird.

                                               

Nach einiger Zeit suchte ich interessante Kombinationen der Stücke untereinander, im Bezug auf die Umgebung und zu anderen Materialien. Um dem Styropor seine typische Erscheinung und allen damit Verbundenen Urteilen zu nehmen, habe ich die Stücke unterschiedlich bearbeitet. Der schwarze Lack lässt die Oberflächenstruktur des Styropors verschwinden, wobei dessen Glanz die Formen hervorhebt und ihm eine gewisse Eleganz verleiht. Durch die Positionierung der Stücke auf einer Leinwand wird deren Wert gehoben. Glas und Stahlblech sollen diesen Effekt verstärken. Die weiche, mattgründe Glasfläche steht im Kontrast zu den glänzenden harten Formen der Stücke und verleiht den Werken eine gewisse Edelkeit. Die Schwarzblechplatte verleiht den Stücken Masse. Ich assoziiere dies mit einem Meteoriten. Die tropfende Farbe verleiht eine gravitative Richtung. Das Schwarz steht für das Ungewisse, für Unendlichkeit, das Mysteriöse - das Universum.

 

Ich war fasziniert davon, wie sich die Lackfarbe seinen Weg durch die schroffe Landschaft bahnt und eine Spur hinterlässt. Das anmutige Schlängeln hat einen ganz besonderen Reiz inmitten dieser harten Schnitte. Das widerwillige Runterträufeln beim Übertreten einer Kante hat mich so eingenommen, dass ich den Moment festhalten musste. Die eingefrorenen Tropfen verstärken den Effekt der Gravitation und binden den Indikator der Zeit mit ein, wodurch die Assoziation mit dem Kosmos bereichert wird.

 

Ich hätte mir weder beim Schneiden noch Lackieren der ersten Stücke vorstellen können was für ein Ausmass diese Werke annehmen würden. Ich hatte einfach nur Spass daran zu arbeiten. Dass diese Werke ein Restultat meiner Künstlerischen Entwicklung sind, wurde mir erst im Nachhinein klar. Dadurch, verleiht diesen Werken ihre Authentizität. Wenn man sich einige Zeit lang mit einem bestimmten Thema auseinandersetzt, entwickelt ein gewisser Automatismus. Dies verleiht dieser Arbeit eine ästhetische Logik und eine intrinsische Wahrheit. Dies wird mir um so bewusster, je mehr ich mich mit den Werken auseinandersetze. Wie häufig im Leben, erkennt man den Wert gewisser Dinge erst im Nachhinein...

 

Ein kurzer Beschrieb der Parallelen zwischen der “Dark resplendence“ Serie und dem Breakdancing: Der Rhythmus, die harten Kanten und die schroffen Richtungen sowie dynamische Tiefe bilden die Parallele zur Sprache des Graffiti und dem Breakdancing. Höhen und Tiefen, Festes und Flüssiges, schwarz und weiss: Durch Spannung und Erlösung führen diese Kontraste den Blick des Betrachters durch das Bild, sowie die Bewegungen eines Tänzers von der Musik geführt werden.

 

The way of life

 

At some point you are put in this world, in the frame of your reality, not understanding your sourrounding (frame = your reality = the influence of your family, parents and society in general). But you don’t have to, because you are guided by your parents (you are represented by the white paint, gravity is your parents). You have an easy life in your childhood to the point where you have to make a decision. The decision is determining the further course of your life. From that point on we go our way, and life (the artwork itself) in throwing obstacles in your way that you have overcome. You have to take detours in order to overcome them, sometimes it is easy and fast, sometimes long and annoying. But as you go through that process you step out of your frame and create your own reality. Once you did that all merges back to the stream that gave birth to that process.

MY ART

 

Meine Kunst soll in erster Linie durch optischen Reiz die Neugier des Betrachters wecken. Optische Eindrücke lösen ein Gefühl der Faszination in mir aus. Dieses Gefühl bildet die Basis meines Tanzes und meiner Kunst. Mit diesem Gefühl als Basis meiner Ausdrucksweise bildet sich eine Sprache mit Stilelementen, die sich in jeder meiner Kunstformen wiederfinden lassen. Immer mehr sehe ich Parallelen der verschiedenen Arten meiner Kunst; Die Bildnerische Kunst, der Tanz oder das Leben.

Evolution Series

Ich bin fasziniert von der Farbe an sich jedoch auch von den unterschiedlichen Spuren, die durch die Konsistenz der Farbe und der Anwendung verschiedener Werkzeuge entsteht. Ein optischer Reiz, der nur durch dieses Medium erzeugt werden kann und dessen Sprache einzigartig ist. Hinzu kommt meine Faszination für die grafische Natur des Graffiti. Die kompromisslosen Linien und Konturen, die Rhythmen und rauen Ecken kreieren eine fesselnde Dynamik und Explosivität, die meine Formenpräferenz stark prägen. Dadurch offenbaren sich mir solche Formen alltäglich in allem was ich ansehe, sei dies ein modernes Gebäude, Strukturen eines Gesteins oder Fahrzeuge.

 

Aus reiner Freude am experimentieren mit der Farbe entstanden abstrakte Kompositionen, welche die erste Schicht bildeten. Meine Formenpräferenz liess mich Graffitiformen darin sehen, die ich in der zweiten Schicht durch Linien sichtbar gemacht habe. Diese Formenpräferenz ist der die Essenz der Serie, denn sie definiert was ich sehe und wie ich es sehe. Jemand anderes hätte in der ersten Schicht etwas ganz anderes gesehen und diese in der zweiten Schicht sichtbar gemacht. Dadurch wäre trotz identischer Basis ein komplett anderes Bild entstanden.

 

Ich vergleiche den Entstehungs-/Entwicklungsprozess der „Evolution“-Werke mit dem Vorgehen einer Spinne, die ihr Netz spinnt. Es werden die Grundfäden gesetzt, von welchen aus weitere Fäden ausgehen. Dies setzt sie weiter fort und geht so vom Groben immer mehr ins Detail. Je mehr Fäden vorhanden sind, desto mehr Möglichkeiten entstehen, um Verknüpfungen zu bilden. Je mehr Formen sich herauskristallisierten, desto mehr Formen entdeckte ich im Bild. Dadurch entsteht eine Lawine der Inspiration. Einmal ins Rollen gebracht, wird sie immer grösser und schneller. Die Kunst liegt darin die Lawine kontrolliert rollen zu lassen und im richtigen Moment zu stoppen.

 

Ein kurzer Beschrieb der Parallelen zwischen der „Evolution“ Serie und dem Breaking: Die zweite Schicht ist die signifikantere. Es werden klare Richtungen, Akzente und Übergänge beschrieben. Einige sind flüssig, andere sind harsche Richtungswechsel. Andere sind unscheinbar, während einige Energiepeeks sind, welche die Aufmerksamkeit des Betrachters anziehen. Sie steht für die mechanische Bewegungen des Körpers in Zeit und Raum. Die erste Schicht ist die Seele des Werkes. Die weichen Formen und flüssigen Farbverläufe verbinden die einzelnen Bewegungen und bestimmen deren Ausdruck. Sie steht für das Gefühl und die Motivation einer Bewegung und bestimmt die Art und Weise, wie diese ausgeführt wird. Die erste Schicht ist der Ursprung der Inspiration, aus welcher alles Weitere entsteht.

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